Elevator Pitch Training – Mit Leidenschaft Investoren begeistern

25. Januar 2010 von Christian Kraus

POWeR für Startups

Wie lernen Gründer eigentlich das Präsentieren Ihrer Geschäftsidee? Was muss oder kann in die Präsentation, was sind no-gos? Diese Fragen stellt sich wohl jeder Gründer, der in einem minimalen Zeitfenster vor Investoren die eigene Geschäftsidee in vollem Glanz präsentieren will.

Die Antworten fand ich am vergangenen Freitag im Technologiepark der Universität Paderborn beim Vorbereitungsseminar zum POWeR Investment Forum 2010, zu dem auch unser Gründerteam BizWiese eingeladen wurde. Nach dem Motto “Startups meet Investors” (und natürlich umgekehrt), wurden zehn hochkarätige Gründerteams intensiv auf das Zusammentreffen mit Investoren am 03. Februar 2010 vorbereitet. Dabei wurden die Präsentationen der Gründer von der technischen Seite geprüft und – aus meiner Sicht noch wichtiger – aus der geschäftlichen Perspektive durchleuchtet, auf Herz und Nieren gecheckt und verbessert.

Die Patent Offensive Westfalen Ruhr (POWeR) unterstüzt mit dem POWeR Investment Forum die Suche der Gründerteams nach geeignetem Beteiligungskapital und eröffnet gleichzeitig Investoren wie z. B. Seed-Fonds und Business-Angels einen Zugang zu ausgewählten Geschäftsideen mit hohem Erfolgspotential.

Präsentationstechnik – Nicht angeboren, aber erlernbar

Dr. Yvonne Groening, Geschäftsführerin der MyConsult GmbH leitete zunächst durch ein professionelles Präsentationstraining. Hierbei ging es um das Handwerk des Präsentierens und die dabei zu beachtenden Verhaltensweisen. Dabei standen viele verschiedene Faktoren wie z. B. Standfestigkeit, Blickkontakt, Tempo, Lautstärke, Gestik, Mimik und das Foliendesign auf dem Prüfstand. Nach Auswertung der auf Video gefilmten Gründer Pitches stand fest, dass viele Gründer bereits erfahren im Umgang mit Präsentationen sind und der Feinschliff bei vielen nur durch eines erreicht werden kann: üben, üben und nochmals üben.

Geschäftsidee und Team | Spannungsbogen

Eine der entscheidenden Fragen beim Pitch ist wohl, ob das Gründerteam mit seiner Persönlichkeit oder die Geschäftsidee mit Ihren Potentialen im Vordergrund steht. Auch nach diesem Vorbereitungsseminar bin ich diesbezüglich leider nicht schlauer, es lässt sich aber festhalten: Beides muss rein und sollte jeweils spannend für den Investor aufbereitet werden. Es gibt aber leider kein Rezept für die Zutaten und Mengen. Nach der Auswertung der zehn Präsentationen war mir klar, dass unterschiedliche Zusammensetzungen der Inhalte je nach Geschäftsidee besser oder schlechter gewirkt haben. Letztendlich kommt es also auf das unabhängige Feedback von Profis an – sucht Euch also am besten Jemanden, der Euch und die Inhalte unvoreingenommen beurteilen kann.

Der Tip von Frau Dr. Groening: Baut einen Spannungsbogen auf und setzt am Ende der Präsentation einen Fogleimpuls, um den Zuhörer zu aktivieren. Demzufolge gibt es vier Phasen:

  1. Information: Wer bin ich, was mache ich? Einfach und schlicht, nicht übertreiben!
  2. Spannung aufbauen: Eine interessante Frage stellen. Mit Metaphern und Bildern arbeiten. Wine Geschichte über das eigene Produkt erzählen.
  3. Spannung lösen: Und jetzt die Bombe zünden. Die eigene USP zeigen. Was kann unser Produkt und die Anderen nicht? Wie sieht der konkrete Anwendungsfall aus?? Wie funktioniert meine Dienstleistung beim Kunden?
  4. Folgeimpuls setzen: Abschließend den Investor zum Gespräch einladen. Direkte Ansprache. Interesse wecken für den Austausch der Visitenkarten. Das Ziel sind 3 Visitenkarten von Investoren.

Marketing und Finanzen | Leidenschaft und Fakten

Florian Schmidt, Investment Manager und Geschäftsführer der Cresces GmbH, verriet den Gründerteams einige Insights der Branche und machte klar, dass Investoren auch nur Menschen sind. Laut ihm setzen Gründerteams den Fokus Ihrer Präsentation leider zu häufig auf die eigene Technologie oder unwichtige Produktdetails. Diese Selbstverliebtheit schadet dem Pitch, weil der Investor aus Kundensicht denkt und fühlt. Ihn interessiert nicht das Produkt, sondern der Nutzen für den Kunden. Der Investor will in kürzester Zeit wissen, welches Problem gelöst oder Bedürfnis befriedigt wird. Dazu muss der Gründer seine Idee mit Leidenschaft und Herz präsentieren, denn nur so wirkt er überzeugend und authentisch.

Zu den Zahlen: Finanzierungs- und Marketingstrategien und die zugehörigen Zahlen spielen beim Pitch eine untergeordnete Rolle. Das Gründerteam und die Geschäftsidee samt Kundennutzen stehen im Vordergrund. Sofern es spektakuläre Zahlen zum Markt, wie z. B. enormes Wachstumspotential gibt, sollten diese natürlich erwähnt werden. Detailliertes Zahlenwerk zu den Finanzen (wann wird welche Rechnung fällig?) sind beim Pitch allerdings fehl am Platz.

Der Kundennutzen sollte idealerweise in einer emotional ansprechenden Story oder Metapher verpackt werden, in die sich der Investor persönlich hineinfühlen kann. Man muss den Investor abholen und mitreißen, deswegen sollte die Story unbedingt mit etwas Pfiff gewürzt sein. Der Gründer muss dazu aus sich herauskommen und sein Selbstvertrauen nutzen. Investoren und Startups sind bei einem Pitch auf gleicher Augenhöhe, denn Sie versuchen beide einen Nutzen aus der Situation zu ziehen. Es gibt also keinen Grund zögerlich oder ängstlich zu sein, im Gegenteil es sollte ein Feuerwerk steigen. Ein Tipp um sich locker zu machen: Besinnt Euch auf die bisherigen Erfolge und macht Euch klar, dass Ihr und Eure Idee zusammen viel Wert und Potential habt.

An alle Unternehmensgründer: Wie sind Eure Erfahrungen mit Investoren oder Banken? Wie habt Ihr euch bei Präsentationen und nachfolgenden Gesprächen bzw. Vertragsverhandlungen verhalten, was waren die Ergebnisse?

Ruhrstadt – Wir gründen Deutschlands größte Stadt

12. Dezember 2009 von Christian Kraus

Ideensammlung zur Etablierung der Marke Ruhrstadt

Am Mittwoch trafen sich in Gelsenkirchen über 100 Bürger und Bürgerinnen aus dem Ruhrgebiet, um ihre Ideen für eine gemeinsame Ruhrstadt vorzustellen und zu diskutieren. Der Organisator Peter Krämer (Gründer von Spinnrad) brachte an diesem Abend zahlreiche engagierte Teilnehmer zusammen. Man erklärte sich bereit, das Projekt zukünftig mit eigener Kraft und finanzieller Unterstützung voranzutreiben und damit langfristig den Begriff Ruhrstadt als nationale und möglicherweise auch internationale Marke zu etablieren.

Die Ruhrstadt auf der BizWiese – Hier hält watt zusammen

Zum Ideenpool der Veranstaltung zählten spannende und kreative Vorschläge wie z. B. ein eigener Ruhrstadt-Float auf der Loveparade 2010 in Duisburg. Auch wir, die Gründer der BizWiese,  steuerten unseren Teil bei: Seid Mittwoch Abend gibt es auf der BizWiese das Ruhrstadt-Team, einen Zusammenschluss engagierter Ruhrstadt-Bürger, die für einen eng vernetzten und zusammenhaltenden Standort stehen. Mit dem Beitritt in diesem Team zeigen die Mitglieder ihr gemeinsames Interesse an der standortübergreifenden Marke Ruhrstadt für das Ruhrgebiet. Die BizWiese bietet damit einen weiteren Kanal um die Marke Ruhrstadt in die Öffentlichkeit zu bringen. Wir freuen uns auf zahlreiche weitere Mitglieder im Ruhrstadt-Team und hoffen der Initiative damit weiteren Schub geben zu können.

Das Video zur Veranstaltung gibt es bei MyPott.de

Mehr Infos zur Ruhrstadt Initiative und den Ideen und Zielen dahinter gibt es auf der Webseite http://stadtruhr.de

Blog integrieren. Warum eigentlich nicht automatisch?

27. November 2009 von Christian Kraus

Den eigenen Blog integrieren Sie ab jetzt kinderleicht in die BizWiese Profile.

Ab heute ist die Integration des eigenen Blogs in den Unternehmensprofilen und Teamprofilen der BizWiese viel einfacher, ja eigentlich sogar kinderleicht. Was hat sich geändert? Sobald man die Adresse seiner eigenen Webseite in den Profildetails einträgt, fügt die BizWiese automatisch den dazu passenden Blog im Profil ein. Für die Technikfreunde unter uns: Sobald die Adresse der eigenen Webseite im Profil eingetragen wird, schaut die BizWiese im HTML-Code dieser Webseite nach, ob ein RSS-Feed im Header des Codes eingetragen ist. Sofern vorhanden wird das Blog-Modul im BizWiese Profil dann automatisch mit dem Feed versorgt und die Blogartikel sind ab sofort im Profil lesbar.

Das BizWiese Blog-Modul wird ab jetzt automatisch gefüllt, wenn die Adresse der eigenen Webseite in den Details des Unternehmens oder Teams eingetragen wird.

Das BizWiese Blog-Modul wird ab jetzt automatisch gefüllt, wenn die Adresse der eigenen Webseite in den Details des Unternehmens oder Teams eingetragen wird.

Ein kleines Update sorgt für weniger technische Fragen.

Durch das seit heute aktive Update der Profile muss die Adresse des RSS-Feeds nun nicht mehr manuell im Blog-Modul des BizWiese Profils eintragen werden. Fragen wie “Was ist ein RSS-Feed?” und “Wie lautet die Feed-Adresse meines Blogs?” erübrigen sich damit, wodurch auch die nicht so technikaffinen Blogbesitzer in der BizWiese Community zukünftig leichtes Spiel bei der Integration des eigenen Blogs haben. Wenn es trotzdem Fragen oder Probleme mit dem Blog-Modul gibt, stehen wir mit unserem Support natürlich gerne zur Verfügung.

Wofür nutzen Sie RSS und welche Erfahrungen haben Sie bereits damit gesammelt? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich aus dieser Technik für Ihr Geschäft? Wir freuen uns auf Ihre Antworten hier bei uns im BizWiese Blog.



 
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