Immer häufiger treffe ich in letzter Zeit in verschiedensten Zusammenhängen auf den Begriff “CoWorking”. Was ist das nun wieder, noch ein neues Buzzword aus Übersee?
Meine Recherche ergab, dass CoWorking im Grunde mehrere berufsbezogene Dinge beschreibt, die alle sehr eng miteinander verwoben sind. Ich übersetze CoWorking daher einfach allgemein und frei mit Teamwork bzw. Teamarbeit. Die ursprüngliche Idee dahinter liegt aus meiner Sicht in der flexiblen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Unternehmern, Freiberuflern, Kreativen, Beratern und Weiteren. Je nach Komplexität und Umfang eines Kundenauftrags ist man heutzutage als “Kleiner” gezwungen, mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten, um die Anforderungen des Kunden zu erfüllen. Aus dieser Notwendigkeit und zusätzlich gefördert durch den Wandel hin zu mehr Mobilität und Flexibilität in unserer Arbeitswelt ergibt sich eine neue Arbeitskultur, die aktuell besonders unter den Kreativen an Fahrt gewinnt und auf sich aufmerksam macht. Gerade die Kreativen sind für ihre Offenheit und Bereitschaft zur kollaborativen Arbeit bekannt und treiben damit diese neue Arbeitsweise voran. Sie schlägt sich darin nieder, dass sogenannte CoWorking-Zentren entstehen, die auch als Business Hubs oder einfach nur als Hubs bekannt sind und immer häufiger in den Medien erwähnt werden. Einen Beispielartikel bietet die Berliner Morgenpost im Netz, den ich in der erweiterten Fassung in der Welt vom 20.06.2009 (leider nur offline) gefunden habe. Diese Zentren sind im Allgemeinen flexibel mietbare Büroräume, in denen man sich je nach Bedarf einen Schreibtisch mieten und dort arbeiten kann. Durch die Zusammenkunft unterschiedlicher Köpfe aus diversen Fachgebieten in diesen Büroetagen, z. B. Designer, Mediengestalter, PR-Berater, IT-Experten und andere freiberufliche Berater, entsteht eine sehr fruchtbare Arbeitsatmosphäre. Hier lernt man sich schnell kennen und kommt gemeinsam schneller mit seinen Aufgaben voran, ganz nach dem BizWiese Prinzip “Stärker im Team”. Ich denke, dass wir mit dem Teammarketing auf der BizWiese eine ideale Plattform bieten, um die Nutzer dieser Büros effektiv als Teamplayer zu promoten und Ihnen mehr Auftraggeber zu bringen.
Es folgen einige Quellen, die ich zum Einstieg in das Thema CoWorking empfehle:
- CoWorking News ist eine deutsche Seite, die News zum Thema bereitstellt und mit dem “CoWorking-Verzeichnis” eine nette Übersicht zu den CoWorking-Zentren in Deutschland gibt.
- Work-Innovation ist eine Webseite von Alexander Greisle, der dort Interessantes und Aktuelles zu modernen Arbeitsmethoden und Organisationsformen liefert, mit dem Schwerpunkt CoWorking.
- Mit der Analyse Kooperative Technologien bietet das BMBF eine hervorragende Grundlage, um sich in das Thema Kooperation und kollaborative Technologien (Schwerpunkt Web 2.0) einzuarbeiten. Lesepflicht!
- Auch die Twitter Suche ist aus meiner Sicht ideal geeignet, um sich schnellstmöglich einen Rundumblick über CoWorking zu verschaffen. Der Anteil an deutschen Tweets zum Thema nimmt nach meinem Empfinden in den letzten Wochen rasant zu.
03.09.2009: Update
Die Financial Times Deutschland berichtet über die Nutzer und den Nutzen der CoWorkingSpaces: Die neue Form der Bürogemeinschaft: Coworking
